"Embarrassment To The Establishment"-Reviews

 

 

Metalglory.de Oct. 2018

Hendrik Plewka

 

Genre: hochklassiger Thrash Metal mit Stil

WANTED INC. sind wahrlich alte Metalhasen auf der Metalwiese. Nun legen sie mit dem Zungenbrecher „Embarrassment To The Establishment“ nach vier Jahren ein neues Werk vor, und das ist ein ordentliches Brett geworden.

Zu hören gibt es Thrash Metal, und zwar einen von der Sorte, der seine Priorität nicht auf rohes Geknüppel legt, sondern mit durchdachten, komplexen Strukturen glänzt. Das soll freilich nicht heißen, dass sich die Chose hier im Midtempo abspielt. Weit gefehlt, es gibt richtig schön in die Fresse. Und das macht alles auch noch verdammt viel Spaß. So muss das.

Die Musik wird klar bestimmt von den Gitarren und dem Gesang. Die können aber nur so brillieren, weil Bass und Schlagzeug ganze Arbeit leisten. Herr Waschler treibt mit seinem wuchtigen und druckvollen Schlagzeugspiel den Rest der Band gnadenlos vor sich her. Dazu gibt er sich jederzeit abwechslungsreich und variabel, vor allem die gekonnten Rhythmuswechsel wissen zu begeistern. Der Herr Zehrer drückt mit seinem pumpenden Bass ganz gewaltig von unten, dazu kann er sich mit interessanten Linien („Inherent Fatality“) auch neben den Gitarren auszeichnen. Die beiden Herren Weiß und Feuerer sind mit der Gitarre in der Hand geboren worden und ernähren sich seit der Geburt nur von einem: fetten, brachialen, eingängigen, sägenden, aggressiv berserkernden Riffs. Die schlagen sie uns ohne Umschweife in jedem Song gleich zu Beginn heftig und brutal in unsere Schädel, und ja, ich liebe das. Und dazu veredeln beide Herren die Lieder mit schicken melodischen Soli, die sich symbiotisch in die Musik einfügen und auch mal ungewöhnlich früh platziert werden. Zusammengehalten wird das alles dann von Herrn Stoner, der mit einem Gesang brilliert, der als verdammt gekonntes kratziges Shouten voller Energie, so aggressiv wie melodisch, so bissig wie eingängig, so einzigartig wie variabel daherkommt. Der Gesang wird dabei die meiste Zeit gedoppelt, was ihm Volumen und Masse verschafft. Dazu gibt es den passenden Sound, kompakt, dunkel, warm, voluminös, ein natürlich klingendes Schlagzeug, und alles versehen mit einer hübschen gewalttätigen, streitsüchtigen Patina.

Aus all diesem tobenden Randalieren formen WANTED INC. komplexe Lieder, in denen immer etwas passiert, ohne dass der berühmte rote Faden verloren geht. Die Strukturen sind bei aller Riffanhäuferei jederzeit so nachvollziehbar wie abwechslungsreich, so eingängig und organisch wie facettenreich. Vor allem ist hier nichts glattgebügelt: Es gibt nach vorn preschende Brecher („Fuel To The Fire“, „Inherent Fatality“, „A Human Criterion“), und ebenso zuhauf scharfe Widerhaken und rostige Nägel („The Vance Kid“, „Zombie Ragout“). Bei aller Großartigkeit fehlt es nur an einem: an zwingenden Refrains. So schick der Gesang auch ist, die Refrains wirken oft nicht zwingend genug. Da starten „A Human Criterion“ und „Inherent Fatality“ mit einem Überriff und einer feisten Strophe, um dann im Refrain einfach viel zu bieder zu versanden. Aber keine Bange, die Herren können es, „Fuel To The Fire“ und vor allem „Zombie Ragout“ sind fast so etwas wie kleine Genrehits, da knallt und raucht es nicht nur, sondern da rammt sich ein eingängiger Refrain unbarmherzig in unsere Ohren.

Fazit: WANTED INC. liefern mit „Embarrassment To The Establishment“ saftigen, aggressiven, durchdachten, hochwertigen Thrash Metal. Das atmet zu jeder Sekunde Selbstbewusstsein, Leidenschaft und Liebe zur harten Musik. Mit ein wenig mehr zwingender Nachhaltigkeit müssen sich WANTED INC. nicht hinter solch großartigen Heroen wie Heathen, Onslaught, Legion Of The Damned oder Death Angel verstecken. Und „Fuel To The Fire“ erinnert mich gar an die legendären Steeler (Strike Back irgendwer?!). Großartig!

 

 

Powermetal.de Sept. 2018

Marcel Rapp

 

 

Über Pancakes, Zombies und rückwärts abgespielte Schallplatten

Aller guten Dinge sind drei. Darum freut es mich persönlich sehr, dass ich zum wiederholten Male ein Werk der Groove-Thrasher von WANTED INC. vor den Latz geknallt bekomme. Mit "Embarrassment To The Establishment" steht ihr neues Album in den Startlöchern, das aufgrund der ausgeklügelten Reife die lange Wartezeit von mehr als vier Jahren nach "King For A Day" zumindest zum Teil wieder gut macht. WANTED INC. ist als Band gereift, das merkt man sowohl musikalisch als auch im Hinblick auf das Songwriting. Die Härte ist wohldosiert, die Riffs machen einiges her und generell macht "Embarrassment To The Establishment" einen abgebrühten, coolen Eindruck.

Coolness und technisches Know-How, garniert wird das Ganze mit einer guten Prise Aggressivität, Nostalgie-Faktor – irgendwie fühle ich mich bei den Münchenern immer in meine musikalische Anfangszeit zurückversetzt – und Erfahrung, die man bei der Band bei ihrem bereits dritten Album jedoch auch erwarten durfte. Doch die Anforderungen hat WANTED INC. ordentlich bis gut in die Tat umgesetzt, hat mit 'Fuel To The Fire', 'Displaced Settlement' und 'The Vance Kid' samt sehr nachdenklichem Background abermals Songs auf der Habenseite, die sich einerseits nicht vor den großen Namen der Szene verstecken brauchen, andererseits aber auch genügend Ohrwurmpotential und Eigenständigkeit haben, um in der großen, weiten Welt des Groove Thrashs zu überleben.

Auch wenn ich persönlich als Geschwindigkeitsliebhaber im Thrash Metal den einen oder anderen zusätzlichen Tempo-Ausbruch gewünscht hätte, so ist "Embarrassment To The Establishment" ein gelungenes Album mit vielen Ecken und Kanten geworden, an denen man sich als Fan derber und durchdachter Töne gerne mal festklammern kann. Wer weiß wohin die Wege von Fronter Stoner und Co noch führen, die Grundpfeiler für ordentliche Mucke in der Zukunft sind jedenfalls vorhanden. Wenn in Zukunft auch noch ein Hauch mehr Abwechslung durch den WANTED INC.-Proberaum weht, wird auch den letzten Meckerfritzen das Maul gestopft.

Note: 8.00

 

 

Streetclip Sept. 2018

WANTED INC. – Embarrassment To The Establishment

Michael Haifl Sep 09, 2018 0057

~ 2018 (All Against All Records) – Stil: Thrash ~

 

Bereits seit 2005 sind die Bayern im Auftrag des Thrash unterwegs, erst als THE WANTED, mittlerweile schon mit dem dritten Werk unter dem Banner WANTED INC. Dass sich hier echte Idealisten getroffen haben, muss wohl erst gar nicht erwähnt werden. Sie spielen wahrscheinlich ihren Thrash bis nach der Rente – Thrash ´til Death.

Innovationen können in diesem Metier natürlich seit gefühlt einer Ewigkeit nicht mehr erwartet werden. Wenn, dann vollziehen sie sich in kaum beachtenswerten Schritten. WANTED INC. spielen Thrash Metal wie er seit den Neunzigern immer noch gerne gehört wird, ohne Firlefanz, aber selbstredend auch ohne Groove zur Eroberung des Weltmarktes. Sie scheuen sich ebenso nicht, Melodien des Heavy Metal zu gebrauchen, um wie ihre Urväter in Songs der Marke ´Fuel To The Fire´ und ´Displaced Settlement´ Land zu erobern. Es muss nicht immer METALLICA, oder um in heimischen Gefilden zu bleiben, KREATOR sein. Gerne darf etwas Brillanz von DEATH ANGEL abfärben. So können einige Songs vom neuesten Full-Length ´Embarrassment To The Establishment´ des Quintetts überraschen, allein aufgrund ihrer beachtenswerten Gestaltung. Besonders das ´Zombie Ragout´ hebt sich mit mehreren Stimmen und interessanten Stimmlauten hervor. In ´The Vance Kid´ verarbeiten sie die Anklage, der sich JUDAS PRIEST in den USA nach dem Selbstmordversuch zweier Jugendlicher vor Gericht ausgesetzt sahen: „Metal Gods now should pay, for what they never did say.“

Dass WANTED INC. das Gaspedal nicht allzu oft durchdrücken, liegt in der Natur der Sache. Den Geschwindigkeitsrausch haben sie sich nicht mehr zu beweisen. Wenn Hannes, Daniel, Herm, Stoner und Roland jedoch etwas anpacken, dann richtig. Auch das Booklet des Silberlings haben sie in altbewährter Manier mit kleinen Comics aufgepeppt. Plopp.

(7 Punkte)

 

 

"King For A Day"-Reviews

 

Metal Hammer July 2015

Wer wäre nicht gerne König für einen Tag? WANTED INC. aus der Oberpfalz können es werden, denn ihre gnadenlose Riff-Attacke dürfte all jenen gefallen, die auf Bands wie Megadeth, Exodus oder Anthrax stehen. Bereits seit zehn Jahren wildert das Sextett in und um Bayern, rockte schon das Bang Your Head und legt mit KING FOR A DAY die immerhin vierte Veröffentlichung seit 2007 vor. Kein Zweifel: Thrash-Fans können hemmungslos die Nackenmuskeln strapazieren, wenn Andy, Lucky, Hermann, Frank und Hannes (ihre Nachnamen wurden offenbar wegrationalisiert) Vollgas geben, um ihrem Genre alle Ehre zu machen und dafür zu sorgen, dass sie dem eigenen Anspruch gerecht werden: "Unterstützt von neuen Songs und einer spektakulären Show beweisen WANTED INC., dass Thrash Metal lebendiger ist denn je." Diese Erkenntnis würde ich bedebnkenlos unterschreiben.

MATTHIAS MINEUR

 

metal.de 7/10

Auf Facebook firmiert die Band unter "WANTED INC. Thrash Metal from Bavaria" und der Name ist Programm. Von der Vorgängerband THE WANTED und ihrem melodischen Death Metal sind sie heute weit entfernt. Die bereits veröffentliche neue EP "King For A Day" von WANTED INC. bietet stattdessen wieder klassischen Thrash Metal, wobei als Vorbilder offensichtlich SLAYER und METALLICA dienten. Und das bekommen die Bayern wirklich ordentlich hin! Fäuste in die Höhe, Refrain mitbrüllen und Matte schütteln!

 

the-pit.de 8,5/10

King For A Day“ ist bereits die vierte Veröffentlichung für Wanted Inc. aus Cham. Nach dem letzten Album namens „Demons We Created“, liefern die Bayern nun eine EP ab. Fünf Songs, 24 Minuten. Eine perfekte Spielzeit für einen Einwurf zwischen (hoffentlich) zwei Alben.

„Defective“ eröffnet den Reigen und Wanted Inc. zeigen gleich zweierlei. Erstens sind sie mit der glasklaren Produktion des Vorgängeralbums offensichtlich zufrieden gewesen, denn „King For A Day“ klingt zwar nicht genauso wie der letzte Langspieler, aber die Richtung ist die gleiche. Wieder ist jedes Instrument sauber hörbar und der Gesang von Frank N. Stoner steht im Vordergrund. Eine coole Gratwanderung gelingt der Band vor allem auch beim Schlagzeugsound. Die Drums klingen frisch und modern, aber gleichzeitig auch ehrlich und natürlich. Weit weg von jeglichem synthetischen Sound. Damit bleiben sie sich selbst treu. Zum Zweiten fällt auf, dass sich die Band auch mit dem Songwriting nicht so weit von früheren Schemata entfernt hat. Allen Liedern liegt ein roter Faden zu Grunde. Er ist aber mal mehr, mal weniger ausgeprägt und eher so als grobe Richtungsangabe gedacht, als als strikte Verhaltensvorgabe. Im Klartext bedeutet das, dass sich Wanted Inc. noch immer einen Scheißdreck darum scheren, ob sie den nächsten Hit schreiben. In erster Linie will man sich selbst treu bleiben. Da nimmt man es auch gern in Kauf, dass die Musik einer breiten Masse wohl zu sperrig sein wird.

Es gilt das gleiche, wie auch schon bei „Demons We Created“, dem vorangegangenen Album. Man muss sich mit der Materie beschäftigen, dann kann man richtig viel Spaß mit der Platte haben. Vor allem Songs wie „Hydra’s Head“ oder auch „Bone Bed“ sind wahre Knochenbrecher und verraten das Potential, das immer noch in der Band steckt und Stück für Stück aufgedeckt wird.

Wer das vorangegangene Album mochte, der fährt mit „King For A Day“ ebenfalls nicht schlecht. Der Bogen wird konsequent weitergespannt und Wanted Inc. gehen ihren eigenen Weg. Ein Ende ist erfreulicherweise nicht in Sicht und so kann man sich schon auf die nächste Platte der fünf Thrasher freuen.

05.12.2014 . Review | CD . erstellt von Thomas Seitz an.

 

reaperzine.de 7/10

Yeppo, das schöne an Eigenproduktionen ist, dass die Bands sich überwiegend sehr viel Mühe geben mit dem Promoten. Ein schönes Anschreiben, ein kleines Heftchen mit Bildern und Bandbiographie. Herrlich, macht optisch echt was her, und vor allem eine CD und kein Downloadlink. Wie früher, hehe. So klingt auch die Musik der Band WANTED INC., wie früher. Seit dem Jahre 2005 agieren die Burschen schon, allerdings vorher unter dem Banner THE WANTED. Im Jahre 2008 gab es eine EP namens "There Is No God" und eine gleichnamige Tour, im Jahre 2009 das Debüt namens "The Scarcollector". Natürlich gab es Bandmemberwechsel, wie überall, und 2012 kam dann das zweite Album namens "Demons We Created" heraus, wieder eine Tour, welche mit dem "Bang Your Head"-Festival endete. Nun also gibt's eine weitere EP. Hier regiert der traditionelle Thrash Metal, so wie wir alten Hasen es mögen. Dass die Burschen nicht erst seit gestern im Proberaum abhängen und Musik machen, hört man bei jedem Riff. Hier wird Erfahrung groß geschrieben. Thrash Metaler alter Garde werden sich freuen. Irgendwo zwischen MEGADETH, ANNIHILATOR, METALLICA und LEGION OF THE DAMNED, teilweise etwas zackiger. Kaum zu glauben, dass die Burschen mit THE WANTED mal schwedischen Death Metal gezockt haben. Neue Besen kehren gut, und so bieten die fünf Songs alles das, was Thrash Metal ausmacht. Allerdings bleibt die Abwechslung ein wenig auf der Strecke, aber das stört nicht weiter, denn das Niveau ist recht hoch. Besonders der recht schnelle Kracher "Hydra's Head" kann mich überzeugen. Geht gut nach vorne los und bietet recht geile Riffs. WANTED INC. ist eine Combo, die live sicherlich ordentlich Gas geben und die Spaß machen, denn zu den thrashigen Riffs und Drums kann man gut abbangen. Was neues bieten die Junges auf dieser EP aber wahrlich nicht. Die Songs sind hart und aggressiv, die Vocals eben typisch thrashig, teilweise klingt man wie Hetfield, die Produktion für eine Eigenveröffentlichung mehr als okay, das Songwriting gut und die Riffs lecker. Soli und Leads dürfen natürlich nicht fehlen.

Fazit

Wer auf Thrash der Achtziger und Neunziger steht, macht bei WANTED INC. nicht viel verkehrt. Es fehlt zwar noch einiges, um deutsche Bands wie SODOM, KREATOR, DESTRUCTION oder EURE ERBEN/DARKNESS den Rang abzulaufen, aber wer kann das schon. Der Opener, der leicht an METALLICA erinnert, kann mich nicht so überzeugen, die anderen vier Stücke gehen aber gut in's Ohr. Sofern man auf dieser Basis weiterarbeitet, besonders auf der Ebene von "Hydra's Head", mache ich mir um WANTED INC.s Zukunft keine Sorgen. Thrash 'em all!

 

 

time-for-metal.eu 7,4/10

Die Bayer von Wanted Inc zünden dieses Jahr mit ihrer EP King For A Day ihr viertes Leuchtsignal ab. Nach Demons We Created aus dem Jahre 2012 können sich Fans der Underground Thrasher auf die nächsten Songs freuen. Mit fünf neuen Tracks fällt die Darbietung von der Spiellänge dürftig aus, der Inhalt hingegen ist qualitativ nicht zu verachten.

Defective lässt den Ursprung von Wanted Inc nicht anzweifeln, die Wurzeln liegen deutlich zu erhören im achtziger Old School Thrash Metal, der neben den deutschen Vertretern auch das Können der amerikanischen Freunde widerspiegelt. Am besten gefällt dabei der Titeltack King For A Day, der sehr stimmig abgestimmt wurde und Sänger Frank N. Stoner sich von seiner besten Seite zeigt. Auf einem ähnlichen Level folgt im Anschluss Hydra S Head, der, wie beim Vorgänger, einen prägnanten Refrain als Aufhänger in sich trägt. Danach ist im Verhältnis der ersten Stücke die Luft ein wenig bei Frank N. Stoner raus. Von den Melodien und dem spritzigen Stil gefällt Bone Bed, den Druck verliert er über den Gesang. Das liegt nicht nur am Frontman, sondern die Band, stellt das Spielen in den Parts, in denen Gesungen wird, teilweise komplett ein und vergisst ihre Tugenden. My Red merzt diese Defizite direkt wieder aus, wenn also Bone Bed nicht wäre, würde das Album viel runder laufen. Nichts desto trotz ist die EP King For A Day ein ansprechendes Zwischenzeugnis, das seinen Schatten positiv auf den nächsten Longplayer wirft.

Wanted Inc. - King For A Day

Fazit: Kleine Wackler, besonders Bone Bed wirken wie das berühmte Haar in der Suppe. Ansonsten wissen Wanted Inc. wo ihre Stärken liegen und spielen diese gekonnt aus. Ich hätte mich noch ein bis zwei Tracks auf dem Niveau vom Titeltrack gewünscht, der sehr ansprechend in die Ohren geht! Anspieltipps: King For A Day und Hydra S Head

Rene W.

 

heavyhardes.de

Mit Demons We Created gab es anno 2012 eine Kehrtwende in Sachen musikalischer Ausrichtung mit einhergehender Namensänderung. 2014 erscheint die EP King For A Day und hier muss man den bayerischen Thrashern glücklicherweise attestieren, dass sich nicht allzu viel geändert hat.

Gleich der Opener "Defective" gibt die Marschrichtung vor, die sich vom 2012er Album nicht sonderlich unterscheidet. Thrash Metal alter Schule ist angesagt, ein Schuss Death Metal darf es aber auch sein. Das Schlagzeug treibt den Song herrlich nach vorne, die Gitarrenfront serviert vollmundige Riffs, da bleibt erstmal kein Thrasherauge trocken. Wanted Inc. bemühen sich um Abwechslung; mal steuern sie pfeilgerade im Uptempo nach vorne, mal streuen sie zum richtigen Zeitpunkt den nötigen Schuss Melodie ins Gefüge. Das klingt richtig gut, gerade im Titeltrack hat man die optimale Mischung gefunden. Schade dass hier der Gesang nicht mithalten kann und qualitativ ziemlich abfällt.

Nichtsdestotrotz macht King For A Day sehr viel Spaß und wird sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt den Weg zurück in den Player finden. Ich bin jedenfalls schon auf ein hoffentlich bald kommendes Album gespannt!

 

powermetal.de 7,5/10

23.11.2014 | 12:01

 

...Fool for a lifetime? Neee...

 

WANTED INC.? Die Band kenn ich doch! Richtig, brachten die Jungs aus Bayern mit "Demons We Created" doch vor rund zwei Jahren ein durch und durch ordentliches Produkt voller Riffs und Tempo unter die gierige Masse. Auch wenn dort das eine oder andere Zünglein an der Waage noch fehlten, hatte WANTED INC. alles parat, womit man einem Thrash-Maniac viel Freude machen kann: eine traditionelle Ausrichtung, Refrains, die durchaus Ohrwurmpotential haben, eine wuchtige, durchschimmernde Prise Todesblei und reichlich Variabilität, um nicht stumpf auf der Stelle zu thrashen. Viel verändern kann sich innerhalb zwei Jahren auch nicht, oder? Richtig, sodass die Mannen um Fronter Stoner-Frank auf ihrer neuen EP "King For A Day" auch den etablierten Trademarks folgen.

Für eine Eigenproduktion wirklich gut lärmend sind es vor allem 'Defective', 'Hydras Head' und natürlich 'Bone Bed', bei denen WANTED INC. sehr gut gefällt: Mal spielt sich die Band in einen regelrechten Wahn, ohne auch nur im entferntesten an eine Verschnaufpause zu denken, mal zeigt sie sich gänzlich kompromisslos, offenbart jedoch auch durchaus eine melodische Seite, die den Jungs oftmals gut steht. Sicherlich werden sich speziell an den Vocals die Geister scheiden, doch sollte man hier einmal die Kirche im Dorf lassen und seine Erwartungen nicht allzu hoch hängen. "King For A Day" soll schlicht und ergreifend unterhalten, was es summa sumarum auch schafft.

So folgt die neuste EP stilistisch unmittelbar dem Vorgänger, sodass man hier definitiv für kleines Geld zugreifen sollte, falls "Demons We Created" bereits gemundet hat. Auch sollte man hier die Finger von etwaigen Downloads lassen, da "King For A Day" in nostalgischer Vinyl-Optik daherkommt, was WANTED INC. noch einige Sympathiepunkte zukommen lässt.

Note:

7.50

Redakteur:

Marcel Rapp

 

 

 

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"Demons We Created"-Reviews

 

metal.de 7/10

Die Geschichte dieser Band begann unter dem Banner THE WANTED, wobei man 2005 zunächst als Cover-Truppe startete und erst in späterer Folge auf eigene Kompositionen umstieg. Stilistisch hatte man sich damals dem melodiösen Schweden-Tod verschrieben und dieser auch das Debüt "The Scarcollector" prägte, mittlerweile steht dieser jedoch überhaupt nicht mehr zur Debatte.

 

Einhergehend mit einer Umbesetzung an der Gitarre und dem – für mich nachvollziehbaren und sogar als konsequent zu bezeichnenden – Namenswechsel entstanden fortan vornehmlich Songs, die man irgendwo in der Grauzone von harschem Power und Groove-lastigem Thrash Metal zuordnen kann. In wie fern der ehemalige TYCCOMA-Gitarrist Hermann Weiß diesbezüglich ausschlaggebend war, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, Tatsache ist aber, dass mit Hermann ein allen anderen bekannter Mitstreiter zur Band gesellte.

 

Mit seinem nunmehrigen Klampfen-Kollegen Andy Meier pflegt Hermann eine langjährige Freundschaft und mit Drummer Hannes Waschler hat er ebenso bereits eine gemeinsame Band-Vergangenheit wie mit Basser Judy Smith, der ebenso bei TYCCOMA und deren Nachfolg-Truppe METALAXE aktiv war. Da es für die in jener Formation komponierten Tracks jedoch auch noch eines geeigneten Sängers bedurfte, lag es geradezu auf der Hand auch noch den früheren TYCCOMA-Frontmann Frank’N’Stoner zu kontaktieren, der auch prompt einwilligte und fortan zu WANTED INC. gehörte.

 

Dass man von einer Besetzung, die aus durchwegs routinierten und erprobten Musikern besteht, ausnahmslos erlesenes Material erwartet, versteht sich von selbst – wenig überraschend daher die Klasse des ausgeklügelten Songmaterials des vorliegenden Drehers, der meiner Meinung nach vor allem durch sein Variantenreichtum und die Variabilität in Sachen Härte und Melodik besticht.

 

Doch bei aller Heftigkeit mit der die Herren loslegen (an Inspirationen lassen sich für mich neben ANNIHILATOR hinsichtlich des instrumentalen Vortrags durchaus auch MEGADETH oder NEVERMORE zu deren Frühzeit vernehmen), bleibt auf "Demons We Created" immerzu genügend Raum für Gesangsmelodien, die sich in des Öfteren als excellente Widerhaken entpuppen und mich diesbezüglich an so manche "neuzeitliche" RAGE-Scheiblette denken lassen.

 

Ein überaus gelungenes Album also von WANTED INC., denen man zum Schluss auch noch attestieren muss, einen schlauen Schachzug bei der Auswahl des Albumtitels getätigt zu haben, schließlich haben sie ihre "Demons" selbst kreiert und nicht, wie man das aus der Geschichte kennt, quasi "unwiderruflich" herbeigerufen. Thumbs Up!

 

the-pit.de 8,5/10

Wanted Inc.,das sind fünf Musiker aus dem Süden Deutschlands, die sich offensichtlich dem Thrash Metal verschrieben haben. Das war nicht immer so. Die Band hat eine ereignisreiche Geschichte hinter sich und das aktuelle Line-Up gibt es noch nicht so lange. Im Jahr 2009 brachte die Band das erste Album noch mit anderer Besetzung und unter dem Namen The Wanted auf den Markt. Interessant ist das vor allem, weil die Band zu der Zeit noch Death Metal spielte. Wahrscheinlich auch ein wenig bedingt durch die Besetzungswechsel hat sich daraus nun ein Thrash-Metal-Projekt entwickelt. Hauptsächlich bemüht sich die Gruppe um einen sehr klassischen Stil, doch es schimmern auch immer wieder moderne Einsprengsel durch.

 

Die Musik ist sehr technisch. Aufwändige Riffs und streng konstruierte Arrangements zeigen eindrucksvoll, dass man Thrash Metal auch sehr anspruchsvoll spielen kann. Vor allem die Gitarrenfraktion überzeugt durch knallige Riffs, die immer anders klingen und nie langweilig werden. Diese Tatsache hat aber einen Nebeneffekt. Durch die ganze Abwechslung und die Spielereien weisen die Lieder nicht sehr oft einen wirklichen roten Faden auf und fordern vom Zuhörer Konzentration. Nimmt man sich die Zeit und hört sich die Lieder wirklich aufmerksam an, dann wird man mit einer wahren Vielfalt an schön geformten Riffs und einer großen Melodienbreite belohnt.

 

Einen großen Anteil daran hat auch der Gesang von Frank N. Stoner. Trotz einer sehr bissigen Art klingen die Vocals meist sehr sauber. Man kann die Töne und Melodien ganz genau verfolgen und entdeckt unschwer, dass der Gesang bei Wanted Inc. nicht nur ein Mittel zum Transportieren von Texten ist, sondern über gewisse Strecken auch wie eine dritte Gitarre fungiert. Trotz aller Melodien fehlt dem Sänger aber die gewisse Rotzigkeit nicht, die es braucht, um bei einer Metalband am Mikro zu stehen.

 

Die Spielzeit der Scheibe ist mit fast einer Stunde ganz ordentlich. Inklusive Intro und Outro befinden sich zwölf Songs auf dem Silberling. Das ist so weit auch bestens.

 

Auch wenn auf der CD kein wirklicher Reinfall zu finden ist, so gibt es doch ein paar Nummern, die besonders herausstechen. „Voice Of Restistance“ ist so ein Lied. Aufbauend auf einem geilen Mainriff konstruiert sich ein Song mit coolen Strophen und einem reißerischen Refrain. Der Titel bleibt verhältnismäßig schnell hängen und er wird auch leicht zu einer Art Referenzsong, denn in dem Titel sind fast alle Elemente verbaut, die Wanted Inc. als ständige Stilmittel verwenden.

 

Der Sound der Platte wird viele anfangs vor den Kopf stoßen. Die Band und Stephan Fimmers, in dessen Aexxys Art Studio die Aufnahmen zu Ende gebracht wurden, verpassten der Platte einen sehr transparenten Sound, der mit dem momentan gehypten „Ich basse alles platt“-Sound nicht viel gemein hat. Die Produktion geht eher in die Richtung glasklar und trotzdem druckvoll. Hier verhält es sich ähnlich wie bei den Songs an sich: nicht gleich ausmachen, weil man im ersten Moment verunsichert ist. Gibt man sich ein wenig Zeit, um sich an den Sound zu gewöhnen und man hat noch ein halbwegs taugliches Abhörsystem zu Hause, dann merkt man schnell, dass nur dieser Sound es überhaupt erst möglich macht, die ganzen Feinheiten der Musik zu erfahren.

 

Für Thrash-Jünger ist die Platte wirklich empfehlenswert. Musikfans, die auf technisch gute Musik stehen, sind hier auch genau richtig. Vor allem. weil es auch eine Leichtigkeit ist, sich als versierter Musiker herauszuhören, was Wanted Inc. da alles treiben. Hardcore-Old-School-Fans werden dagegen wohl eher ihre Probleme mit dem Rundling haben. Ab und zu wird es nämlich schon auch mal modern und den Ausbruch aus dem reinen Thrash Metal wagt die Band auch ab und an.

 

heavyhardes.de

Vor drei Jahren brachte eine Band namens The Wanted ihr Debüt The Scarcollector heraus. Damals frönte man noch hemmungslos dem Göteborg-Death Metal und konnte mit einigen starken Stücke aufwarten. Inzwischen sind drei Jahre vergangen, das Besetzungskarussell hat sich kräftig gedreht und auch am Klangkorsett hat man deutliche Korrekturen vorgenommen. Passend dazu gibt es auch einen neuen Bandnamen: Wanted Inc.

 

Das Debüt respektive Zweitwerk der Jungs aus Cham zeigt die Band deutlich reifer. Die Songs gehen anno 2012 stark in Richtung Thrash Metal mit Hang zum Heavy Metal, der Sound ist klar und sauber und an der instrumentalen Umsetzung gibt es nichts zu meckern. Wanted Inc. sind hörbar bemüht, Lieder zu schreiben, die auch auch länger im Gedächtnis bleiben, "The Final Step" oder "Voice Of Resistance" seien hierbei genannt, wobei bei letzterem gerade der Refrain haften bleibt. Aber auch sonst geben sich die Jungs keine Blöße und präsentieren ein Album, das keinen Füller aufweist.

Sicherlich ist im Gegenzug nicht alles Gold was glänzt, denn hier und da beschleicht mich dieses "schon-mal-gehört"-Gefühl, aber unterm Strich bietet Demons We Created allen Thrash-Fans feines Futter.

 

metalglory.de 6/10

Aus der Oberpfalz waren mir bislang nur die Chamer Buam bekannt, und diese eher als Vorband von Stefanie Hertel und Co.. Dass aber auch guter Thrash Metal aus Cham kommt, davon haben mich Wanted Inc. mit ihrem zweiten Studiolongplayer "Demons We Created" überzeugt.

 

Um es kurz zu machen: Super Riffing, insbesondere bei "The Final Step" (Hammer-Riff!!) oder "Voice of Resistance" oder auch "Count the Strokes" lassen Wanted Inc. sehr sehr aufstrebend und hoffnungsvoll aussehen. Beim SOngwriting überzeugen mich die Strukturen nicht völlig - gerade die Bridges wirken teilweise wie schon mal gehört und weniger inbrünstig als die Main Riffs es tun. Zudem ist leider für meinen Geschmack die Produktion nicht fett genug für diese Musik, und auch die Vocals überzeugen mich nicht ... wer Joe Belladonna der mittleren Anthrax mag, dem mag's gefallen.

 

Insgesamt verbleibt trotzdem ein positives Gefühl, allerdings auch, dass hier noch viel mehr rauszuholen gewesen wäre - Potenzial haben die Jungs auf jeden Fall!

 

Dafür gibt's 6 Punkte!

 

metal.tm 8/10

Wenn ich ganz ehrlich bin kann ich mit Power Metal so gut wie gar nichts anfangen. Am Meisten regen mich bei diesen Bands immer die Sänger auf, die tatsächlich versuchen richtig zu singen, was meisten total nach hinten losgeht. Geschmackssache, klaro aber irgendwie ist mir das zu luschig und zu weich. Dieses Problem hab ich bei WANTED INC. Glücklicherweise nicht, denn zum Einen ist Sänger Frank kein Weichei, zum Anderen ballern die Songs immer mit einer erfrischend thrashigen Note aus den Boxen. Eigentlich ist "Demons we created" ein auf klassischem späte 80er/ frühe 90er Jahre Thrash basierendes Album, das mit Power-Metal und Neo-Thrash (so heißt dat wohl?!) angereichert wurde, ohne auch nur Ansatzweise in irgendeine Core Nische abzudriften. Dem Einen oder Anderen sind die Jungs aus Cham vielleicht bereits mit ihrem Debut "The Scarcollector" aufgefallen, das 2009 allerdings noch unter dem alten Namen THE WANTED auf den Markt geworfen wurde. WANTED INC. schaffen es stets, den Hörer mit geilen Leads und Super-Soli zu fesseln (z.B. "You are not good for me"). Gerade die Soli, aber auch die Refrains, sind hier wirklich schön ausgearbeitet und gefallen auch Leuten wie mir, die eben mit dieser Art von Musik nur bedingt etwas anfangen können. Ein Sänger, der nicht Eunuchenhaft klingt und bis auf einige Ausbrüche (Dissonant Agreement) immer Eier beweist, passt hier wie die Faust aufs Auge. Würde mich nicht wundern wenn die Jungs bald 'n Major-Label an Land ziehen.

 

Anspieltipps : "You Are Not Good for Me" und "Empty Eyes", das wohl das ausgefeilteste Stück auf diesem Album darstellt.

Fazit:

Ein frisch klingendes Album ist "Demons we created" geworden, bei dem man aber stets die Old-School Attitüde raus hören kann. Super Gitarren und wirklich passender Gesang runden das Album schön ab. Lediglich die Produktion ist mir ein wenig zu hölzern ausgefallen, was aber absolute Geschmackssache ist. Die Jungs machen ihren Job richtig gut und es würde mich wirklich wundern wenn sie nicht bald auf den großen Festivals die Bühnen unsicher machen würden...

 

powermetal.de 7,5/10

Betrachtet man ausschließlich die regulären Stücke, so sind es insgesamt zehn Dämonen an der Zahl, die die Bayern von WANTED INC. auf ihrem nunmehr zweiten Studioalbum, "Demons We Created", auf die Menschheit loslassen. So werkelten die Fünf bereits ab 2005 unter dem Banner THE WANTED umher und praktizierten bei der Debüt-CD "The Scarcollector" noch Todesblei im Göteborg-Stil. Schließlich benannten sie sich aber dennoch um, drehten einmal fleißig am Bandkarussell und drehten genreintern ihren Stil um 180 Grad. Ein eingängiger Mischmasch aus Power und Thrash Metal, recht traditionell und druckvoll gestaltet, soll es nun sein, der auf dem aktuellen Nachfolger gar nicht mal so schlecht aus den Boxen drischt.

 

Dabei punkten Shouter Frank N. Stoner und Co. speziell in den Refrains, die sich ein ums andere mal als äußerst eingängig und melodisch entpuppen, ohne jedoch den erwünschten Härtegrad außer Acht zu lassen ('Pay For Grace', 'Voice Of Resistance', 'The Demon'). Mit den Vocals kann man sich entsprechend gut anfreunden, es wird viel Variabilität und Abwechslung durch diverse Tempowechsel geboten, das Melodische überzieht seinen markanten Schleier über die einzelnen Stücke ('You Are Not Good For Me', 'Empty Eyes', 'Fall From Light') und die Klampfensoli, die Andy Meier und Hermann Weiss oftmals scheinbar mühelos aus den Ärmeln schütteln, passen zum Unterfangen wie die berühmte Faust aufs Auge.

 

Zwar fehlt dem gesamten Rundling dieser bestimmte, dieser besondere Dosenöffner, der das Fass zum Überlaufen bringt und speziell zum Plattenende hin wirken die Songs manchmal etwas langatmig und ausufernd. Die Riffs sitzen dennoch gut, die Drums treiben die Stücke lautstark über die Ziellinie und im Großen und Ganzen entpuppt sich "Demons We Created" als grundsolides, nettes und traditionell angehauchtes Metal-Paket, welches Rifffanatikern und Nostalgiefreunden sicherlich in manchem Punkte zusagen wird.

 

globalmetalapocalypse

Teutonic Thrash Metal quartet make their second album sound sweet, they forget to put the cherry on the cake, that said 'Demons We Created' qualifies as a break-neck release. From start to finish, the five-piece blast holes in the silence around with the echoing sounds of the guitars, riffing up like a chainsaw about to desecrate the Bavarian forests whilst the vocals and drums deliver a sound only a V12 could equate to. This is an album full of everything, full of angst, breakdowns, quirky riffs and pure German engineering; sure it's nothing on the scale of Holy Moses, but it will please fans of Evile, Blood Tsunami and Testament. As for Wanted Inc. they could be the band Germany has been waiting for, a breath of fresh air.

 

metalblaze.at 3,5/5

Die Geschichte von Wanted Inc. begann bereits im Jahre 2005. Damals noch unter dem Namen The Wanted bekannt, veröffentlichte man das Debüt Album “The Scarcollector”, auf welchem man noch Todesblei im Göteborg-Stil zelebrierte. Dann wurde aber nicht nur der Name auf Wanted Inc. verändert, auch Stilistisch blieb kein Stein auf dem anderen.

 

So erwartet uns auf „Deamons We Created“, dem Zweitwerk der Bayern, eine eingängige Mischung aus Power und Thrash Metal, welche sich zwar bemüht einigermaßen traditionell zu klingen, aber auch einige modernere Verweise nicht abstreiten kann. Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit sehr passend für die Mucke, ist der Gesang, welcher sehr kraftvoll und abwechslungsreich aus den Boxen tönt. Die Songs sind alle für sich sehr stark ausgefallen und bieten so manche gelungenen Riffs, doch die wahre Stärke der Band liegt eindeutig bei den Refrains, welche sehr eingängig sind und einige Tage im Kopf herum schwirren.

 

Fazit: Man kann es kaum glauben, dass diese Band einst man Todesmetallisch unterwegs war und ein solcher Stilwechsel kann auch mal nach hinten los gehen, aber mit „Demons We Created“ haben Wanted Inc. ein beachtliches Werk geliefert, welches zwar hier und da noch ein klein wenig ausbaufähig wäre, aber im Großen und Ganzen überzeugen kann. Weiter so!