Reviews to "King For A Day"

 

Metal Hammer July 2015

Wer wäre nicht gerne König für einen Tag? WANTED INC. aus der Oberpfalz können es werden, denn ihre gnadenlose Riff-Attacke dürfte all jenen gefallen, die auf Bands wie Megadeth, Exodus oder Anthrax stehen. Bereits seit zehn Jahren wildert das Sextett in und um Bayern, rockte schon das Bang Your Head und legt mit KING FOR A DAY die immerhin vierte Veröffentlichung seit 2007 vor. Kein Zweifel: Thrash-Fans können hemmungslos die Nackenmuskeln strapazieren, wenn Andy, Lucky, Hermann, Frank und Hannes (ihre Nachnamen wurden offenbar wegrationalisiert) Vollgas geben, um ihrem Genre alle Ehre zu machen und dafür zu sorgen, dass sie dem eigenen Anspruch gerecht werden: "Unterstützt von neuen Songs und einer spektakulären Show beweisen WANTED INC., dass Thrash Metal lebendiger ist denn je." Diese Erkenntnis würde ich bedebnkenlos unterschreiben.

MATTHIAS MINEUR

 

metal.de 7/10

Auf Facebook firmiert die Band unter "WANTED INC. Thrash Metal from Bavaria" und der Name ist Programm. Von der Vorgängerband THE WANTED und ihrem melodischen Death Metal sind sie heute weit entfernt. Die bereits veröffentliche neue EP "King For A Day" von WANTED INC. bietet stattdessen wieder klassischen Thrash Metal, wobei als Vorbilder offensichtlich SLAYER und METALLICA dienten. Und das bekommen die Bayern wirklich ordentlich hin! Fäuste in die Höhe, Refrain mitbrüllen und Matte schütteln!

 

the-pit.de 8,5/10

King For A Day“ ist bereits die vierte Veröffentlichung für Wanted Inc. aus Cham. Nach dem letzten Album namens „Demons We Created“, liefern die Bayern nun eine EP ab. Fünf Songs, 24 Minuten. Eine perfekte Spielzeit für einen Einwurf zwischen (hoffentlich) zwei Alben.

„Defective“ eröffnet den Reigen und Wanted Inc. zeigen gleich zweierlei. Erstens sind sie mit der glasklaren Produktion des Vorgängeralbums offensichtlich zufrieden gewesen, denn „King For A Day“ klingt zwar nicht genauso wie der letzte Langspieler, aber die Richtung ist die gleiche. Wieder ist jedes Instrument sauber hörbar und der Gesang von Frank N. Stoner steht im Vordergrund. Eine coole Gratwanderung gelingt der Band vor allem auch beim Schlagzeugsound. Die Drums klingen frisch und modern, aber gleichzeitig auch ehrlich und natürlich. Weit weg von jeglichem synthetischen Sound. Damit bleiben sie sich selbst treu. Zum Zweiten fällt auf, dass sich die Band auch mit dem Songwriting nicht so weit von früheren Schemata entfernt hat. Allen Liedern liegt ein roter Faden zu Grunde. Er ist aber mal mehr, mal weniger ausgeprägt und eher so als grobe Richtungsangabe gedacht, als als strikte Verhaltensvorgabe. Im Klartext bedeutet das, dass sich Wanted Inc. noch immer einen Scheißdreck darum scheren, ob sie den nächsten Hit schreiben. In erster Linie will man sich selbst treu bleiben. Da nimmt man es auch gern in Kauf, dass die Musik einer breiten Masse wohl zu sperrig sein wird.

Es gilt das gleiche, wie auch schon bei „Demons We Created“, dem vorangegangenen Album. Man muss sich mit der Materie beschäftigen, dann kann man richtig viel Spaß mit der Platte haben. Vor allem Songs wie „Hydra’s Head“ oder auch „Bone Bed“ sind wahre Knochenbrecher und verraten das Potential, das immer noch in der Band steckt und Stück für Stück aufgedeckt wird.

Wer das vorangegangene Album mochte, der fährt mit „King For A Day“ ebenfalls nicht schlecht. Der Bogen wird konsequent weitergespannt und Wanted Inc. gehen ihren eigenen Weg. Ein Ende ist erfreulicherweise nicht in Sicht und so kann man sich schon auf die nächste Platte der fünf Thrasher freuen.

05.12.2014 . Review | CD . erstellt von Thomas Seitz an.

 

reaperzine.de 7/10

Yeppo, das schöne an Eigenproduktionen ist, dass die Bands sich überwiegend sehr viel Mühe geben mit dem Promoten. Ein schönes Anschreiben, ein kleines Heftchen mit Bildern und Bandbiographie. Herrlich, macht optisch echt was her, und vor allem eine CD und kein Downloadlink. Wie früher, hehe. So klingt auch die Musik der Band WANTED INC., wie früher. Seit dem Jahre 2005 agieren die Burschen schon, allerdings vorher unter dem Banner THE WANTED. Im Jahre 2008 gab es eine EP namens "There Is No God" und eine gleichnamige Tour, im Jahre 2009 das Debüt namens "The Scarcollector". Natürlich gab es Bandmemberwechsel, wie überall, und 2012 kam dann das zweite Album namens "Demons We Created" heraus, wieder eine Tour, welche mit dem "Bang Your Head"-Festival endete. Nun also gibt's eine weitere EP. Hier regiert der traditionelle Thrash Metal, so wie wir alten Hasen es mögen. Dass die Burschen nicht erst seit gestern im Proberaum abhängen und Musik machen, hört man bei jedem Riff. Hier wird Erfahrung groß geschrieben. Thrash Metaler alter Garde werden sich freuen. Irgendwo zwischen MEGADETH, ANNIHILATOR, METALLICA und LEGION OF THE DAMNED, teilweise etwas zackiger. Kaum zu glauben, dass die Burschen mit THE WANTED mal schwedischen Death Metal gezockt haben. Neue Besen kehren gut, und so bieten die fünf Songs alles das, was Thrash Metal ausmacht. Allerdings bleibt die Abwechslung ein wenig auf der Strecke, aber das stört nicht weiter, denn das Niveau ist recht hoch. Besonders der recht schnelle Kracher "Hydra's Head" kann mich überzeugen. Geht gut nach vorne los und bietet recht geile Riffs. WANTED INC. ist eine Combo, die live sicherlich ordentlich Gas geben und die Spaß machen, denn zu den thrashigen Riffs und Drums kann man gut abbangen. Was neues bieten die Junges auf dieser EP aber wahrlich nicht. Die Songs sind hart und aggressiv, die Vocals eben typisch thrashig, teilweise klingt man wie Hetfield, die Produktion für eine Eigenveröffentlichung mehr als okay, das Songwriting gut und die Riffs lecker. Soli und Leads dürfen natürlich nicht fehlen.

Fazit

Wer auf Thrash der Achtziger und Neunziger steht, macht bei WANTED INC. nicht viel verkehrt. Es fehlt zwar noch einiges, um deutsche Bands wie SODOM, KREATOR, DESTRUCTION oder EURE ERBEN/DARKNESS den Rang abzulaufen, aber wer kann das schon. Der Opener, der leicht an METALLICA erinnert, kann mich nicht so überzeugen, die anderen vier Stücke gehen aber gut in's Ohr. Sofern man auf dieser Basis weiterarbeitet, besonders auf der Ebene von "Hydra's Head", mache ich mir um WANTED INC.s Zukunft keine Sorgen. Thrash 'em all!

 

 

time-for-metal.eu 7,4/10

Die Bayer von Wanted Inc zünden dieses Jahr mit ihrer EP King For A Day ihr viertes Leuchtsignal ab. Nach Demons We Created aus dem Jahre 2012 können sich Fans der Underground Thrasher auf die nächsten Songs freuen. Mit fünf neuen Tracks fällt die Darbietung von der Spiellänge dürftig aus, der Inhalt hingegen ist qualitativ nicht zu verachten.

Defective lässt den Ursprung von Wanted Inc nicht anzweifeln, die Wurzeln liegen deutlich zu erhören im achtziger Old School Thrash Metal, der neben den deutschen Vertretern auch das Können der amerikanischen Freunde widerspiegelt. Am besten gefällt dabei der Titeltack King For A Day, der sehr stimmig abgestimmt wurde und Sänger Frank N. Stoner sich von seiner besten Seite zeigt. Auf einem ähnlichen Level folgt im Anschluss Hydra S Head, der, wie beim Vorgänger, einen prägnanten Refrain als Aufhänger in sich trägt. Danach ist im Verhältnis der ersten Stücke die Luft ein wenig bei Frank N. Stoner raus. Von den Melodien und dem spritzigen Stil gefällt Bone Bed, den Druck verliert er über den Gesang. Das liegt nicht nur am Frontman, sondern die Band, stellt das Spielen in den Parts, in denen Gesungen wird, teilweise komplett ein und vergisst ihre Tugenden. My Red merzt diese Defizite direkt wieder aus, wenn also Bone Bed nicht wäre, würde das Album viel runder laufen. Nichts desto trotz ist die EP King For A Day ein ansprechendes Zwischenzeugnis, das seinen Schatten positiv auf den nächsten Longplayer wirft.

Wanted Inc. - King For A Day

Fazit: Kleine Wackler, besonders Bone Bed wirken wie das berühmte Haar in der Suppe. Ansonsten wissen Wanted Inc. wo ihre Stärken liegen und spielen diese gekonnt aus. Ich hätte mich noch ein bis zwei Tracks auf dem Niveau vom Titeltrack gewünscht, der sehr ansprechend in die Ohren geht! Anspieltipps: King For A Day und Hydra S Head

Rene W.

 

heavyhardes.de

Mit Demons We Created gab es anno 2012 eine Kehrtwende in Sachen musikalischer Ausrichtung mit einhergehender Namensänderung. 2014 erscheint die EP King For A Day und hier muss man den bayerischen Thrashern glücklicherweise attestieren, dass sich nicht allzu viel geändert hat.

Gleich der Opener "Defective" gibt die Marschrichtung vor, die sich vom 2012er Album nicht sonderlich unterscheidet. Thrash Metal alter Schule ist angesagt, ein Schuss Death Metal darf es aber auch sein. Das Schlagzeug treibt den Song herrlich nach vorne, die Gitarrenfront serviert vollmundige Riffs, da bleibt erstmal kein Thrasherauge trocken. Wanted Inc. bemühen sich um Abwechslung; mal steuern sie pfeilgerade im Uptempo nach vorne, mal streuen sie zum richtigen Zeitpunkt den nötigen Schuss Melodie ins Gefüge. Das klingt richtig gut, gerade im Titeltrack hat man die optimale Mischung gefunden. Schade dass hier der Gesang nicht mithalten kann und qualitativ ziemlich abfällt.

Nichtsdestotrotz macht King For A Day sehr viel Spaß und wird sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt den Weg zurück in den Player finden. Ich bin jedenfalls schon auf ein hoffentlich bald kommendes Album gespannt!

 

powermetal.de 7,5/10

23.11.2014 | 12:01

 

...Fool for a lifetime? Neee...

 

WANTED INC.? Die Band kenn ich doch! Richtig, brachten die Jungs aus Bayern mit "Demons We Created" doch vor rund zwei Jahren ein durch und durch ordentliches Produkt voller Riffs und Tempo unter die gierige Masse. Auch wenn dort das eine oder andere Zünglein an der Waage noch fehlten, hatte WANTED INC. alles parat, womit man einem Thrash-Maniac viel Freude machen kann: eine traditionelle Ausrichtung, Refrains, die durchaus Ohrwurmpotential haben, eine wuchtige, durchschimmernde Prise Todesblei und reichlich Variabilität, um nicht stumpf auf der Stelle zu thrashen. Viel verändern kann sich innerhalb zwei Jahren auch nicht, oder? Richtig, sodass die Mannen um Fronter Stoner-Frank auf ihrer neuen EP "King For A Day" auch den etablierten Trademarks folgen.

Für eine Eigenproduktion wirklich gut lärmend sind es vor allem 'Defective', 'Hydras Head' und natürlich 'Bone Bed', bei denen WANTED INC. sehr gut gefällt: Mal spielt sich die Band in einen regelrechten Wahn, ohne auch nur im entferntesten an eine Verschnaufpause zu denken, mal zeigt sie sich gänzlich kompromisslos, offenbart jedoch auch durchaus eine melodische Seite, die den Jungs oftmals gut steht. Sicherlich werden sich speziell an den Vocals die Geister scheiden, doch sollte man hier einmal die Kirche im Dorf lassen und seine Erwartungen nicht allzu hoch hängen. "King For A Day" soll schlicht und ergreifend unterhalten, was es summa sumarum auch schafft.

So folgt die neuste EP stilistisch unmittelbar dem Vorgänger, sodass man hier definitiv für kleines Geld zugreifen sollte, falls "Demons We Created" bereits gemundet hat. Auch sollte man hier die Finger von etwaigen Downloads lassen, da "King For A Day" in nostalgischer Vinyl-Optik daherkommt, was WANTED INC. noch einige Sympathiepunkte zukommen lässt.

Note:

7.50

Redakteur:

Marcel Rapp

 

 

 

Reviews to "Demons We Created"

metal.de 7/10

Die Geschichte dieser Band begann unter dem Banner THE WANTED, wobei man 2005 zunächst als Cover-Truppe startete und erst in späterer Folge auf eigene Kompositionen umstieg. Stilistisch hatte man sich damals dem melodiösen Schweden-Tod verschrieben und dieser auch das Debüt "The Scarcollector" prägte, mittlerweile steht dieser jedoch überhaupt nicht mehr zur Debatte.

 

Einhergehend mit einer Umbesetzung an der Gitarre und dem – für mich nachvollziehbaren und sogar als konsequent zu bezeichnenden – Namenswechsel entstanden fortan vornehmlich Songs, die man irgendwo in der Grauzone von harschem Power und Groove-lastigem Thrash Metal zuordnen kann. In wie fern der ehemalige TYCCOMA-Gitarrist Hermann Weiß diesbezüglich ausschlaggebend war, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, Tatsache ist aber, dass mit Hermann ein allen anderen bekannter Mitstreiter zur Band gesellte.

 

Mit seinem nunmehrigen Klampfen-Kollegen Andy Meier pflegt Hermann eine langjährige Freundschaft und mit Drummer Hannes Waschler hat er ebenso bereits eine gemeinsame Band-Vergangenheit wie mit Basser Judy Smith, der ebenso bei TYCCOMA und deren Nachfolg-Truppe METALAXE aktiv war. Da es für die in jener Formation komponierten Tracks jedoch auch noch eines geeigneten Sängers bedurfte, lag es geradezu auf der Hand auch noch den früheren TYCCOMA-Frontmann Frank’N’Stoner zu kontaktieren, der auch prompt einwilligte und fortan zu WANTED INC. gehörte.

 

Dass man von einer Besetzung, die aus durchwegs routinierten und erprobten Musikern besteht, ausnahmslos erlesenes Material erwartet, versteht sich von selbst – wenig überraschend daher die Klasse des ausgeklügelten Songmaterials des vorliegenden Drehers, der meiner Meinung nach vor allem durch sein Variantenreichtum und die Variabilität in Sachen Härte und Melodik besticht.

 

Doch bei aller Heftigkeit mit der die Herren loslegen (an Inspirationen lassen sich für mich neben ANNIHILATOR hinsichtlich des instrumentalen Vortrags durchaus auch MEGADETH oder NEVERMORE zu deren Frühzeit vernehmen), bleibt auf "Demons We Created" immerzu genügend Raum für Gesangsmelodien, die sich in des Öfteren als excellente Widerhaken entpuppen und mich diesbezüglich an so manche "neuzeitliche" RAGE-Scheiblette denken lassen.

 

Ein überaus gelungenes Album also von WANTED INC., denen man zum Schluss auch noch attestieren muss, einen schlauen Schachzug bei der Auswahl des Albumtitels getätigt zu haben, schließlich haben sie ihre "Demons" selbst kreiert und nicht, wie man das aus der Geschichte kennt, quasi "unwiderruflich" herbeigerufen. Thumbs Up!

 

the-pit.de 8,5/10

Wanted Inc.,das sind fünf Musiker aus dem Süden Deutschlands, die sich offensichtlich dem Thrash Metal verschrieben haben. Das war nicht immer so. Die Band hat eine ereignisreiche Geschichte hinter sich und das aktuelle Line-Up gibt es noch nicht so lange. Im Jahr 2009 brachte die Band das erste Album noch mit anderer Besetzung und unter dem Namen The Wanted auf den Markt. Interessant ist das vor allem, weil die Band zu der Zeit noch Death Metal spielte. Wahrscheinlich auch ein wenig bedingt durch die Besetzungswechsel hat sich daraus nun ein Thrash-Metal-Projekt entwickelt. Hauptsächlich bemüht sich die Gruppe um einen sehr klassischen Stil, doch es schimmern auch immer wieder moderne Einsprengsel durch.

 

Die Musik ist sehr technisch. Aufwändige Riffs und streng konstruierte Arrangements zeigen eindrucksvoll, dass man Thrash Metal auch sehr anspruchsvoll spielen kann. Vor allem die Gitarrenfraktion überzeugt durch knallige Riffs, die immer anders klingen und nie langweilig werden. Diese Tatsache hat aber einen Nebeneffekt. Durch die ganze Abwechslung und die Spielereien weisen die Lieder nicht sehr oft einen wirklichen roten Faden auf und fordern vom Zuhörer Konzentration. Nimmt man sich die Zeit und hört sich die Lieder wirklich aufmerksam an, dann wird man mit einer wahren Vielfalt an schön geformten Riffs und einer großen Melodienbreite belohnt.

 

Einen großen Anteil daran hat auch der Gesang von Frank N. Stoner. Trotz einer sehr bissigen Art klingen die Vocals meist sehr sauber. Man kann die Töne und Melodien ganz genau verfolgen und entdeckt unschwer, dass der Gesang bei Wanted Inc. nicht nur ein Mittel zum Transportieren von Texten ist, sondern über gewisse Strecken auch wie eine dritte Gitarre fungiert. Trotz aller Melodien fehlt dem Sänger aber die gewisse Rotzigkeit nicht, die es braucht, um bei einer Metalband am Mikro zu stehen.

 

Die Spielzeit der Scheibe ist mit fast einer Stunde ganz ordentlich. Inklusive Intro und Outro befinden sich zwölf Songs auf dem Silberling. Das ist so weit auch bestens.

 

Auch wenn auf der CD kein wirklicher Reinfall zu finden ist, so gibt es doch ein paar Nummern, die besonders herausstechen. „Voice Of Restistance“ ist so ein Lied. Aufbauend auf einem geilen Mainriff konstruiert sich ein Song mit coolen Strophen und einem reißerischen Refrain. Der Titel bleibt verhältnismäßig schnell hängen und er wird auch leicht zu einer Art Referenzsong, denn in dem Titel sind fast alle Elemente verbaut, die Wanted Inc. als ständige Stilmittel verwenden.

 

Der Sound der Platte wird viele anfangs vor den Kopf stoßen. Die Band und Stephan Fimmers, in dessen Aexxys Art Studio die Aufnahmen zu Ende gebracht wurden, verpassten der Platte einen sehr transparenten Sound, der mit dem momentan gehypten „Ich basse alles platt“-Sound nicht viel gemein hat. Die Produktion geht eher in die Richtung glasklar und trotzdem druckvoll. Hier verhält es sich ähnlich wie bei den Songs an sich: nicht gleich ausmachen, weil man im ersten Moment verunsichert ist. Gibt man sich ein wenig Zeit, um sich an den Sound zu gewöhnen und man hat noch ein halbwegs taugliches Abhörsystem zu Hause, dann merkt man schnell, dass nur dieser Sound es überhaupt erst möglich macht, die ganzen Feinheiten der Musik zu erfahren.

 

Für Thrash-Jünger ist die Platte wirklich empfehlenswert. Musikfans, die auf technisch gute Musik stehen, sind hier auch genau richtig. Vor allem. weil es auch eine Leichtigkeit ist, sich als versierter Musiker herauszuhören, was Wanted Inc. da alles treiben. Hardcore-Old-School-Fans werden dagegen wohl eher ihre Probleme mit dem Rundling haben. Ab und zu wird es nämlich schon auch mal modern und den Ausbruch aus dem reinen Thrash Metal wagt die Band auch ab und an.

 

heavyhardes.de

Vor drei Jahren brachte eine Band namens The Wanted ihr Debüt The Scarcollector heraus. Damals frönte man noch hemmungslos dem Göteborg-Death Metal und konnte mit einigen starken Stücke aufwarten. Inzwischen sind drei Jahre vergangen, das Besetzungskarussell hat sich kräftig gedreht und auch am Klangkorsett hat man deutliche Korrekturen vorgenommen. Passend dazu gibt es auch einen neuen Bandnamen: Wanted Inc.

 

Das Debüt respektive Zweitwerk der Jungs aus Cham zeigt die Band deutlich reifer. Die Songs gehen anno 2012 stark in Richtung Thrash Metal mit Hang zum Heavy Metal, der Sound ist klar und sauber und an der instrumentalen Umsetzung gibt es nichts zu meckern. Wanted Inc. sind hörbar bemüht, Lieder zu schreiben, die auch auch länger im Gedächtnis bleiben, "The Final Step" oder "Voice Of Resistance" seien hierbei genannt, wobei bei letzterem gerade der Refrain haften bleibt. Aber auch sonst geben sich die Jungs keine Blöße und präsentieren ein Album, das keinen Füller aufweist.

Sicherlich ist im Gegenzug nicht alles Gold was glänzt, denn hier und da beschleicht mich dieses "schon-mal-gehört"-Gefühl, aber unterm Strich bietet Demons We Created allen Thrash-Fans feines Futter.

 

metalglory.de 6/10

Aus der Oberpfalz waren mir bislang nur die Chamer Buam bekannt, und diese eher als Vorband von Stefanie Hertel und Co.. Dass aber auch guter Thrash Metal aus Cham kommt, davon haben mich Wanted Inc. mit ihrem zweiten Studiolongplayer "Demons We Created" überzeugt.

 

Um es kurz zu machen: Super Riffing, insbesondere bei "The Final Step" (Hammer-Riff!!) oder "Voice of Resistance" oder auch "Count the Strokes" lassen Wanted Inc. sehr sehr aufstrebend und hoffnungsvoll aussehen. Beim SOngwriting überzeugen mich die Strukturen nicht völlig - gerade die Bridges wirken teilweise wie schon mal gehört und weniger inbrünstig als die Main Riffs es tun. Zudem ist leider für meinen Geschmack die Produktion nicht fett genug für diese Musik, und auch die Vocals überzeugen mich nicht ... wer Joe Belladonna der mittleren Anthrax mag, dem mag's gefallen.

 

Insgesamt verbleibt trotzdem ein positives Gefühl, allerdings auch, dass hier noch viel mehr rauszuholen gewesen wäre - Potenzial haben die Jungs auf jeden Fall!

 

Dafür gibt's 6 Punkte!

 

metal.tm 8/10

Wenn ich ganz ehrlich bin kann ich mit Power Metal so gut wie gar nichts anfangen. Am Meisten regen mich bei diesen Bands immer die Sänger auf, die tatsächlich versuchen richtig zu singen, was meisten total nach hinten losgeht. Geschmackssache, klaro aber irgendwie ist mir das zu luschig und zu weich. Dieses Problem hab ich bei WANTED INC. Glücklicherweise nicht, denn zum Einen ist Sänger Frank kein Weichei, zum Anderen ballern die Songs immer mit einer erfrischend thrashigen Note aus den Boxen. Eigentlich ist "Demons we created" ein auf klassischem späte 80er/ frühe 90er Jahre Thrash basierendes Album, das mit Power-Metal und Neo-Thrash (so heißt dat wohl?!) angereichert wurde, ohne auch nur Ansatzweise in irgendeine Core Nische abzudriften. Dem Einen oder Anderen sind die Jungs aus Cham vielleicht bereits mit ihrem Debut "The Scarcollector" aufgefallen, das 2009 allerdings noch unter dem alten Namen THE WANTED auf den Markt geworfen wurde. WANTED INC. schaffen es stets, den Hörer mit geilen Leads und Super-Soli zu fesseln (z.B. "You are not good for me"). Gerade die Soli, aber auch die Refrains, sind hier wirklich schön ausgearbeitet und gefallen auch Leuten wie mir, die eben mit dieser Art von Musik nur bedingt etwas anfangen können. Ein Sänger, der nicht Eunuchenhaft klingt und bis auf einige Ausbrüche (Dissonant Agreement) immer Eier beweist, passt hier wie die Faust aufs Auge. Würde mich nicht wundern wenn die Jungs bald 'n Major-Label an Land ziehen.

 

Anspieltipps : "You Are Not Good for Me" und "Empty Eyes", das wohl das ausgefeilteste Stück auf diesem Album darstellt.

Fazit:

Ein frisch klingendes Album ist "Demons we created" geworden, bei dem man aber stets die Old-School Attitüde raus hören kann. Super Gitarren und wirklich passender Gesang runden das Album schön ab. Lediglich die Produktion ist mir ein wenig zu hölzern ausgefallen, was aber absolute Geschmackssache ist. Die Jungs machen ihren Job richtig gut und es würde mich wirklich wundern wenn sie nicht bald auf den großen Festivals die Bühnen unsicher machen würden...

 

powermetal.de 7,5/10

Betrachtet man ausschließlich die regulären Stücke, so sind es insgesamt zehn Dämonen an der Zahl, die die Bayern von WANTED INC. auf ihrem nunmehr zweiten Studioalbum, "Demons We Created", auf die Menschheit loslassen. So werkelten die Fünf bereits ab 2005 unter dem Banner THE WANTED umher und praktizierten bei der Debüt-CD "The Scarcollector" noch Todesblei im Göteborg-Stil. Schließlich benannten sie sich aber dennoch um, drehten einmal fleißig am Bandkarussell und drehten genreintern ihren Stil um 180 Grad. Ein eingängiger Mischmasch aus Power und Thrash Metal, recht traditionell und druckvoll gestaltet, soll es nun sein, der auf dem aktuellen Nachfolger gar nicht mal so schlecht aus den Boxen drischt.

 

Dabei punkten Shouter Frank N. Stoner und Co. speziell in den Refrains, die sich ein ums andere mal als äußerst eingängig und melodisch entpuppen, ohne jedoch den erwünschten Härtegrad außer Acht zu lassen ('Pay For Grace', 'Voice Of Resistance', 'The Demon'). Mit den Vocals kann man sich entsprechend gut anfreunden, es wird viel Variabilität und Abwechslung durch diverse Tempowechsel geboten, das Melodische überzieht seinen markanten Schleier über die einzelnen Stücke ('You Are Not Good For Me', 'Empty Eyes', 'Fall From Light') und die Klampfensoli, die Andy Meier und Hermann Weiss oftmals scheinbar mühelos aus den Ärmeln schütteln, passen zum Unterfangen wie die berühmte Faust aufs Auge.

 

Zwar fehlt dem gesamten Rundling dieser bestimmte, dieser besondere Dosenöffner, der das Fass zum Überlaufen bringt und speziell zum Plattenende hin wirken die Songs manchmal etwas langatmig und ausufernd. Die Riffs sitzen dennoch gut, die Drums treiben die Stücke lautstark über die Ziellinie und im Großen und Ganzen entpuppt sich "Demons We Created" als grundsolides, nettes und traditionell angehauchtes Metal-Paket, welches Rifffanatikern und Nostalgiefreunden sicherlich in manchem Punkte zusagen wird.

 

globalmetalapocalypse

Teutonic Thrash Metal quartet make their second album sound sweet, they forget to put the cherry on the cake, that said 'Demons We Created' qualifies as a break-neck release. From start to finish, the five-piece blast holes in the silence around with the echoing sounds of the guitars, riffing up like a chainsaw about to desecrate the Bavarian forests whilst the vocals and drums deliver a sound only a V12 could equate to. This is an album full of everything, full of angst, breakdowns, quirky riffs and pure German engineering; sure it's nothing on the scale of Holy Moses, but it will please fans of Evile, Blood Tsunami and Testament. As for Wanted Inc. they could be the band Germany has been waiting for, a breath of fresh air.

 

metalblaze.at 3,5/5

Die Geschichte von Wanted Inc. begann bereits im Jahre 2005. Damals noch unter dem Namen The Wanted bekannt, veröffentlichte man das Debüt Album “The Scarcollector”, auf welchem man noch Todesblei im Göteborg-Stil zelebrierte. Dann wurde aber nicht nur der Name auf Wanted Inc. verändert, auch Stilistisch blieb kein Stein auf dem anderen.

 

So erwartet uns auf „Deamons We Created“, dem Zweitwerk der Bayern, eine eingängige Mischung aus Power und Thrash Metal, welche sich zwar bemüht einigermaßen traditionell zu klingen, aber auch einige modernere Verweise nicht abstreiten kann. Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit sehr passend für die Mucke, ist der Gesang, welcher sehr kraftvoll und abwechslungsreich aus den Boxen tönt. Die Songs sind alle für sich sehr stark ausgefallen und bieten so manche gelungenen Riffs, doch die wahre Stärke der Band liegt eindeutig bei den Refrains, welche sehr eingängig sind und einige Tage im Kopf herum schwirren.

 

Fazit: Man kann es kaum glauben, dass diese Band einst man Todesmetallisch unterwegs war und ein solcher Stilwechsel kann auch mal nach hinten los gehen, aber mit „Demons We Created“ haben Wanted Inc. ein beachtliches Werk geliefert, welches zwar hier und da noch ein klein wenig ausbaufähig wäre, aber im Großen und Ganzen überzeugen kann. Weiter so!

 

 

Reviews to "The Scarcollector"

 

metal.de 6/10

Neuerdings liegt Göteburg scheinbar in Bayern. Dort kommen sie nämlich her, die fünf Mannen von THE WANTED, die sich aufgemacht haben, im Stil von Größen der angedeuteten Szene die Welt, im ersten Zug also Bayern zu erobern. Mit ihrem Erstling "The Scarcollector" soll es nun funktionieren. Na dann sind wir mal gespannt. Das kurze Intro könnte auch von SENTENCED sein, fängt also schon mal nicht schlecht an. Was kommt als nächstes?

 

Riffing, das aus der Feder von THE DUSKFALL stammen könnte, also auch nicht schlecht. Der jetzt einsetzende Gesang geht mir allerdings tierisch auf die Nerven. Eine Mischung aus den bekannten Bands des hohen Nordens und dem sterbenden Schwan. Glücklicherweise ändert sich dieser Eindruck aber über die Spieldauer der Platte. Es hat wohl ein bisschen Zeit gebraucht um sich einzusingen. Sollte man das nicht vor dem Auftritt machen? Wie dem auch sei, die Musik ist cool. Zwar nicht mit dem gleichen Druck, wie bei den erfolgreichen Vorbildern, aber für ein Debüt mehr als ordentlich!

 

Ordentlich auch der Mut Clean-Vocals einzuwerfen, auch wenn sie den Songs eher die Aggressivität nehmen, denn gelinde gesagt sind genau diese Gesangspassagen ziemlich lasch. Nicht lasch ist das Songwriting. Recht abwechslungsreich und versiert. Jede Menge knackige Riffs und groovende Parts, die gut zusammenpassen. Bei "My Red" wagen sie sich sogar teilweise über den Tellerrand in thrashige Sphären hinaus. Jedoch immer in Anlehnung an die grauen Eminenzen im Hintergrund die da heißen IN FLAMES, DARK TRANQUILLITY und so weiter.

 

Lange Rede, kurzer Sinn THE WANTED haben einen ordentlichen Erstschlag hingelegt, der allerdings noch an diversen Kinderkrankheiten leidet. Davon abgesehen rocken sie nicht schlecht und wer die oben genannten Bands, plus alles weitere was in die Kerbe schlägt gut findet, der sollte nicht davor zurückscheuen, ein Ohr nach Bavaria zu werfen und ein paar Wunden zu sammeln.

 

 

metalnews.de 5,5/7

Man kann natürlich vorher nie mit Sicherheit wissen, was einen erwartet - und doch ist man geneigt, sich im Falle der deutschen THE WANTED vor die Stirn zu schlagen. Denn zumindest rückblickend lassen sich allein aus Äußerlichkeiten von "The Scarcollector" einige Schlüsse ziehen. Da wären zum Beispiel ein paar Shirts der Bandmitglieder auf dem Foto, auf denen IRON MAIDEN neben DEW-SCENTED und THE HAUNTED friedlich in Reih und Glied stehen. Und dann wäre da noch der Bandname THE WANTED, dessen Ähnlichkeit mit THE HAUNTED geradezu auffällig ist. Wie gesagt - im Nachhinein.

 

Doch da ich schon so viel ausgeplaudert habe, darf ich es jetzt auch noch einmal in aller Deutlichkeit sagen. "The Scarcollector" darf durchaus mit den schwedischen Vorzeigethrashern und AT THE GATES-Nachfolgern THE HAUNTED in einem Atemzug genannt werden. Alles, wofür man genannte skandinavische Lärmtruppen geschätzt hat und noch schätzt, wird von THE WANTED ebenso hochgehalten. Die typischen Thrash-Riffs, der herrlich übersteigerte Schreigesang, das harmonische Verständnis und die Geschwindigkeit sorgen dafür, dass THE WANTED Vergleiche geradezu provozieren. Das gilt vermutlich auch für Plagiatsvorwürfe, mit denen etliche Leute - ich nehme mich selber da nicht aus - schnell bei der Hand sind. Wenn man durchaus möchte, kann man auch "The Scarcollector" dergleichen vorwerfen. Was man nicht übersehen kann und darf ist allerdings, dass das hohe Niveau der Vorbilder nahezu durchgehend erreicht wird. Nach dem Intro "The Rising" und dem noch etwas bemüht wirkenden, bisweilen uneleganten "Speechless" fetzen THE WANTED nämlich nach allen Regeln der Kunst los und sollten keinen Freund modernen Death/Thrashs still sitzen lassen. Das hier nicht nur gewollt, sondern auch gekonnt wird, gilt nicht nur für das spielerische Können der Beteiligten, sondern auch für die Kompositionen selbst, in denen THE WANTED trotz Liebe zur Abwechslung kaum je den roten Faden verlieren. Und selbst mir als absolutem Gegner der leider momentan so beliebten Weichspüler-Klargesang-Refrains kann nicht entgehen, dass dieser auf "The Scarcollector" verdammt gut gemacht ist - und in der Hauptsache auch auf wenige Stücke wie z.B. "Reflection" und "The Rise From Love To Hate" beschränkt bleibt. Ansonsten keift sich Sänger Flo eher als Mischung aus Tompa Lindberg und Schmier die Kehle wund, was in Anbetracht des gewählten Musikstils ausgesprochen gut passt.

 

Wer also auf intelligenten Death/Thrash mit deutlicher Affinität zu Schweden und mit jeder Menge Durchschlagskraft und Moshfaktor steht, der kommt an den Bayern von THE WANTED eigentlich kaum vorbei. Fans der hier bereits erwähnten Truppen THE HAUNTED und DEW-SCENTED können nichts verkehrt machen, wohingegen man den IRON MAIDEN-Einfluss etwas länger suchen muss - der Klasse von "The Scarcollector" tut dies indes keinen Abbruch.

 

heavyhardes.de

Wo In Flames drauf steht, ist auch Children Of Bodom drin. Naja, so einfach ist es dann doch nicht, denn hier handelt es sich schließlich nicht um die berühmten Schweden, sondern um die Süddeutschen The Wanted, die mit ihrem Sound aber unzweifelhaft dem Göteborg-Sound fröhnen. The Scarcollector ist dabei das Debüt der 2005 in Cham gegründeten Band.

 

Eine gute Dreiviertelstunde gibt's also genau das, was Anhänger des melodischen Schwedentods so sehr lieben. Die Songs sind allesamt sehr eingängig, die Riffs sind schnittig, das Drumming kraftvoll und präzise und auch beim Gesang gibt man sich keine Blöße und präsentiert sich auch hier äußerst abwechslungsreich, indem man neben typischen Death Growls auch melodischen Klargesang einsetzt.

 

Mit dem schnellen "Losing The Line" oder dem Groover "Reflection" haben The Wanted dann auch zwei richtig starke Nummern am Start, die aufhören lassen. The Scarcollector besticht zudem durch gelegentliche Ausflüge in Thrash-Regionen, was der Abwechslung ziemlich gut tut. Auch wenn an der Eigenständigkeit noch gefeilt werden muss, handelt es sich bei The Scarcollector um einen durchaus gelungenen Einstand.

 

powermetal.de 4,5/10

Der Süden Deutschlands scheint aktuell sehr produktiv zu sein. Eine Neuveröffentlichung folgt der anderen. So auch das Debüt "The Scarcollector" von THE WANTED aus Bayern. Doch Quantität und Qualität widersprechen sich leider häufig. Dann kann da auch noch so viel "Göteborg-Sound" fabriziert werden...<br />

 

Ich mag Bands, die innovativ sind, die etwas wagen und sich nicht wie eine Kopie anhören. Das trifft hier leider gar nicht zu. Nach einem Song kannte ich alle. Es gibt durchaus einige gute, groovige Mosh- und Thrashmomente, aber sie sind sehr rar und kurz gehalten, sodass sie das Gesamtbild nicht verbessern. Der Sound ist dazu noch sehr dünn und kratzig, die Drums sind durchschnittlich. Die Songs weisen eine langweilige und vorhersehbare Struktur auf und sind oft zu lang dafür, dass, wenn es nach mir geht, nichts passiert. Flo kreischt an den Vocals gut los und lenkt alles eher in Richtung Metalcore. Leider weisen die Vocs das gleiche Manko vieler Genrekollegen auf: sie sind nicht variabel. Immerhin ertönt einmal cleaner Gesang in 'The Rise From Love To Hate'. Musikalisch bietet "The Scarcollector" melodischen Death Metal mit klaren Göteborg- und Metalcore-Einflüssen. Bevor ich missverstanden werde: THE WANTED machen keinen schlechten Metal! Wer auf gut gespielten, ehrlichen Metal steht und im Genre-Wirrwarr der Musikwelt mal endlich wieder bodenständigen Metal hören möchte, sollte hier unbedingt zugreifen. Für mich klingt "The Scarcollector" aber zu abgeleckt und weist keinerlei Dynamik auf und wird daher bei mir schnell im CD Regal verschwinden.

 

Anspieltipps: 'The Rsie From Love To Hate', 'My Red'

 

 

metal-inside.de

Mit THE WANTED haben wir eine Band am Start welche (wieder mal) dem angesagten Göteborg-Sound frönt und demnach unter anderem IN FLAMES und die CHILDREN OF BODOM zu ihren Faves zählen dürften. Das Quintett aus dem bayrischen Cham bedient aber im Vergleich zu manch anderer der zahllosen Combo des melodischen Death Metal ihre Kundschaft gekonnt und vor allem auch gesangstechnisch mit Schmackes – will meinen: THE WANTED schreiben auf ihrem Debüt „The Scarcollector“ neben eingängigem Material und den unvermeindlichen Clean-Vocals das DEATH doch noch recht groß. Kompositionen wie der Mid-Tempo Stampfer „Reflection“, dem aggressiv flotten „Losing The Line“ oder auch dem interessanten „Trial Of Strenght” kann sich der geneigte Banger also ruhig mal als Anspieltipp reinziehen. Wer also auch mal einheimischen Bands eine Chance geben möchte und nicht ausschließlich gen Norden schielt, könnte bei THE WANTED durchaus fündig werden. (hardy)

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